Kindern Zuflucht geben!

 

2010 LEGTE GOTT es den Geschwistern der kleinen Gemeinde von Uzun-Agatsch auf’s Herz, eine Sonntagsschule zu gründen, denn in der Gemeinde gab es kaum Kinder. Nach vielen Mühen kamen schließlich 20 Kinder zur ersten Stunde in der Sonntagsschule! Aus diesem Dienst erwuchs ein halbes Jahr später das Hoffnungszentrum für Kinder in Not – ein Zufluchtsort vor allem für Kinder kurdischer Einwanderer. 

Eines dieser Kinder ist Rusalina. Ihre Eltern hatten das 10jährige Mädchen und ihren Bruder der Großmutter überlassen. Mit 13 anderen Personen – Onkel, Tanten und deren Familien – leben sie in einem Haus. Wie die meisten kurdischen Kinder können auch Rusalina und Andrej weder lesen noch schreiben. Während die Erwachsenen im Familienverband mit der Arbeitssuche beschäftigt sind, muss Rusalina auf acht Cousins und Cousinen aufpassen. Von anderen Kindern wird sie verspottet, weil sie Analphabetin ist. Wie gern würde sie zur Schule gehen, spielen, etwas lernen. Diese Chance erhielt Rusalina erst im Hoffnungszentrum. Zunächst jedoch war sie völlig unbeherrschbar und hörte auf niemanden. Offensichtlich kannte sie keinerlei menschliche Wärme. „Wir erwiesen ihr so viel Liebe wie wir nur konnten“, berichten Sergej und Swetlana, „ermutigten sie in ihren Stärken und halfen in ihren Schwächen. In den Bibelstunden sprachen wir von Gottes Liebe und Fürsorge. Nach einiger Zeit sahen wir, dass sich ihr Verhalten veränderte. Sie war weniger grob und öffnete sich. Sie lernte Bibelverse, es fiel ihr schwer, doch wir sahen, wie sehr sie sich bemühte. Vor allem lernte sie, uns ihre Freuden und Sorgen anzuvertrauen.“ 

Bitte unterstützen Sie die Kadyrkulovs im Gebet! Aufopferungsvoll versorgen sie bis zu 45 Kinder, die täglich ins Hoffnungszentrum kommen. Alle erhalten warme Mahlzeiten, die Gelegenheit, sich zu waschen und die Kleidung zu wechseln. Für die größeren Mädchen wurden Nähkurse gestartet, die Jungen sollen handwerkliche Fähigkeiten erlernen. Vor allem aber erfahren die Kinder von Gott, der sie lieb hat und für sie sorgt.

Den Dienst der Kadyrkulovs können Sie unter Angabe der Projekt-Nr. 106147 unterstützen. Vielen Dank!

SERGEJ & SWETLANA KADYRKULOV
Leiter des Hoffnungszentrums in Uzun-Agatsch, Kasachstan

Sergej Kadyrkulov: Obwohl meine Eltern nicht gläubig waren und mein Vater über Jahre an Alkoholabhängigkeit litt, suchte ich schon als Kind nach Gott. Da sich mein Vater kaum um mich kümmerte, teilte ich all meine kindlichen Sorgen mit Gott, ich unterhielt mich einfach mit Ihm.
Später gab mein Vater das Trinken auf. Ein Bekannter lud uns zum Gottesdienst in die Gemeinde ein. Dort bekehrten wir uns 1999 als ganze Familie – meine Mutter, mein Vater und ich. Damals, mit 12 Jahren, fasste ich den Beschluss, Gott mein Leben lang zu dienen. 2002 ließ ich mich taufen und schloss mich der Gemeinde in Uzun-Agatsch an. 

Ich erlernte den Beruf des Fräsers, doch der Wunsch, dem Herrn zu dienen, motivierte mich, weiter zu lernen. Von 2005-2007 absolvierte ich ein Studium am Bibel-College in Bischkek (Kirgisien). Ich heiratete Swetlana, studierte weiter und erwarb einen Abschluss an der Fakultät für Missionsdienst am Bibelinstitut Almaty. 2011 wurde ich in unserer Gemeinde für den Dienst des Diakons eingesegnet.

Der Herr hat meiner Frau und mir den Wunsch auf’s Herz gelegt, unter Kindern zu dienen.

Wir haben beschlossen, dem Herrn zu dienen, in dem Bewusstsein, dass wir nur Gefäße in Seiner Hand sind. Möge ER uns zu jedem guten Werk gebrauchen (2. Tim. 2, 21)

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