Erste Frucht

 

MIT GROSSEM EIFER rührt Marina den Teig. Heute werden im Hoffnungszentrum Uzun-Agatsch Waffeln gebacken. Marina ist zum ersten Mal im Zentrum. Ihr Mann hatte, als er noch ein Kind war, das Zentrum besucht und hier Schutz und Zuwendung erfahren. Doch eines Tages war er nicht mehr ins Zentrum gekommen. Als junger Mann hatte er geheiratet und war in den Kreislauf der Not geraten, der das Leben der meisten Familien - vor allem das kurdischer Flüchtlinge - bedroht: ohne Schulbildung haben junge Ehemänner keine Chance, eine Arbeit zu finden, werden kriminell, fallen früher oder später Verbrechen zum Opfer oder kommen ins Gefängnis. Zurück bleiben die Frauen, die ihre Kinder nicht ernähren können. Auch Marinas Mann macht heute „krumme Geschäfte“, um Geld zu verdienen. Dennoch, der gute Same, der einst im Hoffnungszentrum in sein Herz gelegt worden war, trägt Frucht. Während andere Männer ihren Frauen nicht gestatten, zu den Christen zu gehen, ermutigte Marinas Ehemann sie dazu, denn er wusste aus eigener Erfahrung, wieviel Gutes ihm als Kind im Hoffnungszentrum getan worden war. Es ist ein Anfang, eine erste Frucht, die Sie, liebe Missionsfreunde, mit Ihrer Unterstützung des Hoffnungszentrums ermöglicht haben!

Weitere Hilfsaktionen konnten im Juli durchgeführt werden. Ein Team von Geschwistern aus Deutschland arbeitete vor Ort mit den Kindern im Zentrum. Die Mädchen übten, mit den neuen Nähmaschinen zu arbeiten, und die Jungen lernten das Schweißen. Nicht jede Naht war perfekt, sowohl beim Nähen, als auch beim Schweißen, aber am Ende der Einsatzwoche herrschte bei den Mädchen große Freude über die ersten selbstgenähten Kleidungsstücke, und die Jungen brachten ihre selbstgeschweißten Waffel-Backöfen zum Einsatz! 

Deshalb gibt es heute Waffeln für alle Kinder des Zentrums, und gemeinsam mit den Gästen aus Deutschland danken die Kinder und das Missionarsehepaar Kadyrkulow dem Herrn für Ihre Hilfe, liebe Missionsfreunde! Die Fachkurse vermitteln den Kindern Kenntnisse, die ihnen später helfen, eine Arbeit zu finden. 

Vor allem aber schenkt Ihre Hilfe lebendige Hoffnung auf den lebendigen Gott! Danke für Ihren Beitrag! 

Marina hilft den Kindern in der „Waffelbäckerei“.
Geschafft! Begeistert bringen die kleinen „Schweißer“ ihre selbst gefertigten Waffelöfen zum Einsatz.
Nähen will gelernt sein. Mit großem Fleiß nähten die Mädchen Röcke, Taschen und Mäppchen.
Nicht jede Schweißnaht war gerade, doch das gemeinsame Üben unter Anleitung hat sich gelohnt.

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