Hoffnungszentren und Gemeinden nutzen neu eingerichtete Spielplätze als Möglichkeit, mit Kindern und Erwachsenen Kontakt herzustellen. Mütter oder Großeltern, die ihre Kinder beaufsichtigen oder abholen, können hier miteinander reden und Bekanntschaft mit den Christen der Ortsgemeinde schließen – Begegnungen, die auch so manches Vorurteil ausräumen.

Als internationales Bauteam hatten wir in Kenaf bei Wannowka, Gebiet Schymkent (Kasachstan), einen neuen Spielplatz bei der Ortsgemeinde gebaut. Die Nachricht von dem wunderschönen Spielplatz hatte sich schnell im Dorf verbreitet, und die Kinder konnten die Eröffnung kaum erwarten. Plötzlich kam eine Kasachin und beschimpfte uns, wir sollten die kasachischen Kinder in Ruhe lassen und ihnen keine „Gehirnwäsche“ verpassen. Während der Gemeindeleiter mit ihr sprach, um ihr das Anliegen zu erklären, beteten wir als Gruppe.

Als die Eröffnungsfeier begann und die Kinder fröhlich den neuen Spielplatz in Besitz nahmen, sahen wir auch die Kasachin, die uns schweigend beobachtete, während wir uns mit den Kindern beschäftigten. Später ergab sich doch noch ein Gespräch mit ihr. Wir erfuhren, dass sie die Frau des Bürgermeisters war und auch ihre Enkel hier spielten. Schließlich sagte sie: „Das habt Ihr super gemacht! Danke!“ Nicht nur diese Kasachin brachte ihre Wertschätzung zum Ausdruck, sondern auch viele Erwachsene aus dem Dorf, die gekommen waren.

Ein wichtiger Neuanfang für die Gemeinde in Kenaf, die fast schon geschlossen worden wäre, weil viele Gläubige fortgezogen waren. Doch dann hatte eine Handvoll Christen begonnen, 15-20 Kinder täglich mit warmen Mahlzeiten zu versorgen. Aus diesem Dienst des Hoffnungszentrums soll die Gemeinde wiederbelebt werden. Der Spielplatz ist dabei ideal, um Klein und Groß zu erreichen.
– Gerhard Friesen

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