Seit Tagen waren wir als Gruppe von Brüdern in der kasachischen Steppe unterwegs, um das Evangelium in Dörfern zu verkündigen. Mitten in der Steppe hielten wir an dem einsamen Haus eines Hirten. Er war unterwegs, doch seiner Frau schenkten wir einige Traktate. Auf der Rückfahrt am Abend des nächsten Tages passierten wir dieses einsame Haus erneut und sahen im Rückspiegel, dass uns ein Mann auf einem Pferd nachjagte, um uns einzuholen. Wir hielten, und der etwa 60jährige Reiter erzählte uns, er hätte seit zwei Tagen auf uns gewartet, sogar in der Nacht habe er kein Auge zugetan, um uns nicht zu verpassen. 

Als wir ihn nach seinem Anliegen fragten, erwiderte er: „Sie haben uns nur ein kleines Stück der Schrift gegeben.“ Ich erinnerte mich, es war ein Heft über das 11. Kapitel des Matthäusevangeliums gewesen. „Aber wo ist der Text vor dem 11. Kapitel, und wie viele Kapitel kommen danach noch? Was steht dort geschrieben? Früher habe ich mit Russen und Deutschen gearbeitet. Schon damals ist mir aufgefallen, dass diejenigen von ihnen, die in der Bibel lasen, anders waren, einfach gute Menschen. Deshalb hätte ich gern eine Bibel in Kasachisch, damit ich sie lesen kann.“ 

Wir schenkten ihm unser letztes Exemplar des „Kieli Kitap“ (Heilige Schrift, Bibel). Er freute sich riesig, küsste es und drückte es dann fest an seine Brust. „Danke“, sagte er, „ich werde es lesen und werde beten! Danke, dass Sie mir meinen Traum erfüllt haben!“

Wir glauben, dass Gottes Wort Leben verändert. Gott hat uns die Vision gegeben, 100.000 Familien in Kasachstan die Bibel in ihrer Sprache zu bringen.
Aktuell laufen die Arbeiten an der Revision des Bibeltextes, um eine korrekte und genaue Übersetzung der Bibelstellen sicherzustellen, die von Jesus Christus als Gottes Sohn sprechen.

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