Was die Krimtataren wirklich brauchen

 

Ein Bericht von Arthur Mathis

Der Begriff „Tataren“ wird oft mit Reiterhorden in Verbindung gebracht, die von der Mongolei bis an die Wolga Verwüstung anrichteten. Doch Tataren gab es in verschiedenen geografischen Regionen, wie im Fernen Osten, in Russland, und sogar in Finnland. Auf der Krim leben heute etwa 230.000 Krimtataren. Geprägt durch eine bewegte Geschichte zählen sich viele von ihnen zu den Muslimen. Während die Krimtataren heute nach einer nationalen Identität streben, brauchen sie doch vor allem eines: den lebendigen Glauben an den lebendigen Gott. Weniger als 100 Krimtataren glauben an Jesus Christus. Gott ruft uns auf ein Missionsfeld, das vielen unbekannt ist, doch dessen Menschen sich nach Gottes Liebe sehnen.

Hallo! Ich heiße Osman. Wenn die Leute bei uns meinen Namen hören, wissen sie gleich, dass ich ein Krimtatare bin. Vor 7 Jahren bin ich hier auf der Krim zur Welt gekommen. Noch heute sind meine Eltern froh darüber, dass ihr Erstgeborener auf der Krim, ihrer Heimat, zur Welt gekommen ist! Sie selbst hatten in Usbekistan gelebt, wohin unser ganzes Volk nach dem 2. Weltkrieg vertrieben worden war. Oft erzählt mir Bita (Oma) davon, wie schrecklich das war, wie viele Krimtataren damals starben, darunter ihre Eltern und zwei ihrer Geschwister. Vor 10 Jahren kehrte unsere Familie auf die Krim zurück. Quartbaba (Opa) hat viel von Usbekistan erzählt. Aber ich habe nicht so viel verstanden, weil ich leider nicht so gut Krimtatarisch sprechen kann. Noch nicht, ich möchte das unbedingt lernen!

Unser Dorf besteht nur aus ein paar Straßen. Als wir damals aus Usbekistan zurückkamen, durften wir nicht in unsere früheren Wohnorte zurückkehren. Dort leben jetzt vor allem Russen. Also zogen wir in die Dörfer in der Steppe. Erst vor kurzem haben wir einen Gasanschluss bekommen, so dass unser Haus im Winter endlich warm wird! Aber ich habe gehört, dass es viele Dörfer gibt, in denen die Menschen noch immer ohne Strom und Gas leben.

In unserem Dorf gibt es sogar eine Moschee. Jeden Tag singt ein Mullah die Gebete, das hört man dann im ganzen Dorf, weil das Minarett sehr hoch ist.

Wie wir von Isa (Jesus) erfuhren..

Baba (Vater) hat vor kurzem Radieschen und Gurken in unserem großen Gewächshaus gepflanzt. Hier gibt es nämlich sonst kaum Arbeit. Dann fahren wir in die nächste Stadt, um alles auf dem Markt zu verkaufen. Das ist immer ein Abenteuer, weil die Straßen hier so schlecht sind und plötzlich riesige Schlaglöcher auftauchen können. Ane (Mutter) sagt immer, wenn ich mich in der Schule anstrenge und hart arbeite, dann werde ich es vielleicht irgendwann schaffen, ein gutes Haus in einer besseren Gegend zu kaufen. Aber ehrlich gesagt, mir gefällt es hier! Ich habe hier viele Freunde, und besonders in den Sommerferien haben wir viel Spaß!

Am Besten finde ich es, wenn diese Gruppe kommt und wir eine ganze Woche spannende Geschichten hören, interessante Spiele spielen und dann auf dem Markt Spielsachen und Süßigkeiten kaufen können! Zu Weihnachten waren sie auch hier und haben uns erzählt, wie Isa (Jesus) geboren wurde und warum das so wichtig für uns ist! Dann haben sie uns noch eine Tüte mit so viel leckeren Sachen geschenkt! Ich habe mich so gefreut! Hoffentlich kommen sie jetzt im Sommer wieder, und überhaupt sollen sie immer wieder kommen!

Doch unser Gott ist ein Gott, der Wunder vollbringt. Auch unter den Krimtataren wird Er Sein Werk zu Seiner Ehre vollenden. Uns gibt Er heute die Chance, daran teilzuhaben.

So oder ähnlich würde die Geschichte vieler krimtatarischer Kinder klingen. Sie kennen Jesus kaum, ihre Familien sind in Aberglauben und der Angst vor den Dschinnys (Böse Geister) gefangen, sowie in Zwängen der Familienverbände und des Islams. Über die Jahre haben die Krimtataren eine Toleranz für den – wie sie ihn nennen – „russischen Gott“ entwickelt. Sie verstehen nicht und glauben nicht, dass Jesus auch Isa ist und auch ihr Gott sein möchte.

Deshalb ist es wichtig, Krimtataren, vor allem die Kinder, mit dem Evangelium in Berührung zu bringen. Diesem Ziel dienen auch die Kinderwochen, die wir in Dörfern mit überwiegend krimtatarischer Bevölkerung durchführen. Es ist ein Säen mit Hoffnung auf viel Frucht in der Zukunft. Mit Ausnahme von Schwierigkeiten durch Behörden gibt es momentan noch wenig Widerstand. Um so stärkerer Widerstand ist zu erwarten, wenn muslimische Krimtataren vor der Entscheidung stehen, Jesu Botschaft anzunehmen. Die Bekehrung zu Jesus Christus bedeutet für viele, aus der Familie ausgeschlossen zu werden. Manche werden aus diesen Gründen das Evangelium ablehnen, obwohl sie es verstanden haben. Doch unser Gott ist ein Gott, der Wunder vollbringt. Auch unter den Krimtataren wird Er Sein Werk zu Seiner Ehre vollenden. Uns gibt Er heute die Chance, daran teilzuhaben.

Bitte beten Sie für die Krimtataren!

Beten Sie besonders für die Kinderwochen und die Kinderfreizeit in diesem Sommer, dass krimtatarische Kinder von Jesus hören und diese Gute Nachricht auf dem weichen Herzensboden keimt, aufgeht und viel Frucht bringt. Beten Sie dafür, dass Gott krimtatarische Gemeinden ins Leben ruft!

Arthur Mathis

dient als ehrenamtlicher Mitarbeiter der Bibel-Mission im Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Gott hat ihm das Anliegen der Krimtataren aufs Herz gelegt.

Wenn Sie mehr über den Dienst unter Krimtataren erfahren möchten, ist Arthur gern bereit, in Ihrer Gebetsstunde, Ihrem Hauskreis, oder ihrem Gemeinde-gottesdienst mit aktuellen Berichten vom Missionsfeld zu dienen.

Kontakt: a.mathis@biblemissions.org

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