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Vom Missionsfeld zur Missionsbasis

Antiochien

Die Apostelgeschichte begeistert uns mit Augenzeugenberichten von Christen im ersten Jahrhundert, der ersten Gemeinden, der ersten Missionsreisen. Es scheint, als könnten wir Gottes Wirken durch die Apostel live miterleben. Gleichzeitig sind wir Zeitzeugen Seines Handelns im 21. Jahrhundert. Parallelen zu den Anfängen der Kirchengeschichte ziehen zu können, aus dem Leben und Wirken der Apostel und der ersten Generation von Christen lernen zu können, das ist das große Vorrecht unserer Zeit. Die Bibelbetrachtungen in bm aktuell 2018 sind deshalb der Apostelgeschichte gewidmet – als Ermutigung, unseren Blick darauf zu richten, wie Gott auch heute mit Seiner Gemeinde Geschichte schreibt. Und als Motivation, durch ein offenes Herz für Mission selbst Teil dieser Geschichte zu sein.

Apostelgeschichte 11

Antiochien – ein wichtiger Ort in der Missionsgeschichte. Die Nachfolger Jesu werden hier zum ersten Mal als Christen bezeichnet, und die Stadt wird zum Ausgangspunkt der ersten „offiziell“ organisierten Missionsreise.

Doch wie kommt es dazu?

Nachdem Stephanus den Märtyrertod gestorben ist, erhebt sich eine große Welle der Verfolgung gegen die Christen. Weit zerstreut, kommen einige von ihnen nach Antiochien und beginnen, dort das Evangelium zu predigen. Viele Menschen nehmen diese Botschaft an, und eine Gemeinde entsteht. Als die Apostel davon erfahren, die Säulen der Gemeinde in Jerusalem, senden sie Barnabas nach Antiochien, um nach dem Rechten zu sehen und die Brüder zu unterstützen.

Wie handelt Barnabas?

Barnabas ist ein Gesandter der Gemeinde in Jerusalem. Überaus erfreut über die Entwicklung in Antiochien, denkt er sofort an eine langfristige Unterstützung der Gemeinde vor Ort. Er sucht nach Saulus und bringt ihn nach Antiochien. Gemeinsam bleiben sie in dieser neugegründeten Gemeinde, dienen und leben Jüngerschaft. Ein Jahr später werden Barnabas und Saulus von der Gemeinde ausgesandt.

Wie geht die Gemeinde vor?

Barnabas und Saulus sind aktiv im Dienst. Sie und die Gemeinde halten sich an die Gebets- und Fastenzeiten. Die Gemeinde hört auf den Heiligen Geist und segnet Barnabas und Saulus.
In einem Wort – es ist eine Gemeinde, die vor Ort dient, die betet, die ein offenes Ohr für den Heiligen Geist hat und den Mut aufbringt, einen Teil ihrer stärksten Mitarbeiter zu entbehren, sie auszusenden und zu segnen für den Dienst an einem anderen Ort. Antiochien – zuvor Missionsfeld – wird nun selbst zur Missionsbasis.
Auch das Missionsfeld, das Gott uns als Bibel-Mission anvertraut hat, wird zunehmend zur Missionsbasis. Vor 30 Jahren noch „klassisches Missionsfeld“, übernehmen die Gemeinden in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion heute den Staffelstab und werden selbst zur Missionsbasis. Sie sind Ausgangspunkt missionarischer Aktivitäten und sozialer Dienste in ihrem Umfeld, sie leben das biblische Prinzip der Jüngerschaft, und sie senden Diener auf neue Missionsfelder.

Den Gemeinden in diesen Missionsbemühungen zu helfen, sie dafür zu schulen und auszurüsten – darin sehen wir als Bibel- Mission unseren Auftrag. Sie, liebe Missionsfreunde, laden wir ein mitzuhelfen. So können wir gemeinsam zu einem Barnabas werden, zu den Gemeinden auf dem Missionsfeld gehen, sie ausrüsten, damit sie Menschen für Christus gewinnen und Menschen in die Jüngerschaft führen. Als starke Missionsbasis können diese Gemeinden dann neue Arbeiter aussenden, damit neue Gemeinden entstehen. Was wie eine moderne Apostelgeschichte klingt, ist Gottes Wirken heute, an dem Sie teilhaben!

– Gerhard Friesen
  Leiter Öffentlichkeitsarbeit

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