Petrus überwindet Schranken

 

Apostelgeschichte, Kapitel 10
Unterschiedlicher könnten Petrus und Kornelius nicht sein: Petrus ist Jude, einer der Apostel, eine der Säulen der Jerusalemer Gemeinde und durch und durch gottesfürchtig. Kornelius ist ein Heide, angesehener Römer und Hauptmann – doch auch er fürchtet Gott. Nun führt es Gott, dass sich diese beiden Personen begegnen.

Petrus ist in seine Gebetszeit vertieft, als er eine Vision hat. Ein Tuch mit einer großen Vielfalt an Tieren wird herabgelassen, die bei den Juden als unrein gelten und deren Verzehr verboten ist. Doch Petrus wird aufgefordert zu essen. Er ist einigermaßen verwirrt. So etwas hat er noch nie getan. Und jetzt soll er ein Tabu brechen, etwas Unerlaubtes tun?!
Auch Kornelius hat während seiner Gebetszeit eine Erscheinung. Ein Engel fordert ihn auf, Petrus zu sich einzuladen. Er sendet seine Männer, um Petrus zu holen. Obwohl dieser noch immer ratlos ist und über die Bedeutung der Erscheinung nachdenkt, ist er Gott gehorsam und folgt der Einladung des Kornelius.

Als Petrus und Kornelius sich begegnen, betritt Petrus zum ersten Mal das Haus eines Heiden. Niemals zuvor hat er so etwas getan. Niemals zuvor hat er mit einem Heiden Umgang gepflegt oder ihm ganz und gar das Evangelium erklärt.
Petrus überwindet Schranken, die sein Leben bislang geprägt haben. Er überwindet kulturelle, religiöse und gesellschaftliche Schranken – weil Gott möchte, dass auch Kornelius die frohe Botschaft hört.

Petrus erkennt nicht nur die Bedeutung der Erscheinung, sondern dass Gott ihn gebraucht hat und sein Gehorsam wichtig war – obwohl dieser Gehorsam für ihn bedeutete, den Schritt in das Unbekannte zu tun, das „Noch-Nie“ hinter sich zu lassen und Schranken zu überwinden.

Das Ergebnis ist atemberaubend. Petrus darf unmittelbar erleben, wie Gott wirkt. Noch während Petrus redet und den im Haus des Kornelius Versammelten die Rettungsbotschaft auslegt, fällt der Heilige Geist auf alle, die ihm zuhören, und sie können Jesus als Messias und Retter erkennen.

Petrus überwindet Schranken und erlebt Gottes Wirken. Welche Schranken hindern uns, Gott gehorsam zu sein? Wozu fordert Gott uns auf? Welches „Noch-Nie-Getan“ gibt es in unserem Leben – einen Einsatz auf dem Missionsfeld? Unseren ausländischen Nachbarn von Gott erzählen? Einen Hauskreis gründen, wie den des Kornelius, wo Menschen die Rettungsbotschaft hören können? Einen Gebetskreis für Missionare starten?

Mit diesen Gedanken verbinde ich auch unseren herzlichen Dank an Sie, liebe Freunde! Danke, dass Sie sich im Jahr 2017 von Gott gebrauchen ließen, um Ihm zu dienen und mitzuhelfen, Menschen für Christus zu gewinnen! Die Zeugnisse in diesem Heft berichten davon, wie Gott Ihre Treue und Ihren Gehorsam gebraucht hat. Danken Sie Ihm mit uns für die Frucht seines Wirkens, die wir schon heute sehen dürfen.

Gott segne Sie und Ihre Familien in der Weihnachtszeit und im Neuen Jahr! Als Team der Bibel-Mission freuen wir uns darauf, mit Ihnen zu dienen, gemeinsam Schranken zu überwinden, damit Menschen die frohe Botschaft hören und annehmen können. Und wir freuen uns darauf, Gottes Wirken zu erleben.

Gerhard Friesen
Leiter Öffentlichkeitsarbeit

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