Im Himmel werden wir uns erkennen!

 

Seit 20 Jahren unterstützen Sie als Missionsfreunde Kinder in armen Familien und in Kinderheimen. Damit machen Sie es möglich, dass Kinder und ihre Eltern oder Betreuer das Evangelium hören. Weil unsere Missionare und Mitarbeiter die Kinder persönlich betreuen,
können sie Gottes Liebe weitergeben, Hilfe leisten, Ansprechpartner sein –und Kontaktperson zur Gemeinde vor Ort. Auch im Leben des Patenkindes Tatjana aus der Ukraine hat Ihr Beitrag durch die persönliche Beziehung zu den betreuenden Christen einen Unterschied bewirkt.

Liebe Freunde! Ich danke Ihnen für Ihre Liebe und die uneigennützige Hilfe, die Sie mir erwiesen haben. Ich möchte Ihnen mitteilen, dass all das Gute, das Sie in mein Herz gesät haben, gute Frucht getragen hat: heute bin ich ein Kind Gottes!

Ich hatte mit meinem Bruder und meiner Mutter zusammengelebt, unser Vater hatte uns verlassen. Eine eigene Wohnung hatten wir nie besessen, und auch das Geld für die Miete hatte uns gefehlt. Meine Mutter hatte als Straßenkehrerin gearbeitet, und man hatte uns ein Zimmer im Keller eines Hauses zur Verfügung gestellt. Mein Bruder und ich hatten versucht, unserer Mutter zu helfen. In aller Frühe, als alle anderen Kinder noch geschlafen hatten, waren wir schon auf der Straße beschäftigt gewesen und hatten gefegt, im Winter hatten wir Schnee geschaufelt. Der Verdienst unserer Mama war äußerst gering gewesen, und so hatte das Geld vorn und hinten nicht gereicht...

In dieser schweren Zeit unseres Lebens als Familie kamen uns Menschen zu Hilfe, die Gott liebten. Sie zeigten uns, was wahre Liebe ist. Die Mitarbeiter der Bibel-Mission lernte ich kennen, als ich in die vierte Klasse ging. Sie nahmen mich ins Patenschaftsprojekt auf, brachten Lebensmittel, versorgten uns mit Kleidung und Schuhen. Außerdem bereiteten sie mir große Freude, indem ich zu jedem christlichen Fest wunderschöne Päckchen mit Geschenken erhielt. In einer Zeit, als meine Mutter nichts dergleichen für mich hätte kaufen können, war dies für mich ungemein wichtig. Das Leben unserer Familie war kein „Zuckerschlecken“, doch es waren diese Zeichen der Liebe und Aufmerksamkeit, die mein Leben mit hellen Farben der Freude schmückten.

Tanja - vorher
Tanja - nachher, "Ich verstand, dass es Gott war, der durch meine Freunde im fernen Deutschland für mich sorgte.“

Ich suchte die Gemeinschaft mit solchen aufrichtigen Menschen, die voller Liebe waren, und besuchte mit meiner Mutter regelmäßig die Versammlungen in der Gemeinde. Nach einiger Zeit bekehrte sich meine Mutter. Ich ging zur Sonntagsschule, und als ich sie abgeschlossen hatte, übernahm ich einen Dienst in der Sonntagsschule.

Gott hat in unserer Familie so viele Wunder vollbracht, dass das Papier nicht ausreichen würde, um sie alle zu beschreiben. Er hat uns eine Zweizimmerwohnung geschenkt, Er hat für unsere Mutter gesorgt und ihr eine gute Arbeitsstelle gegeben – heute arbeitet sie in der Küche der Gemeinde. Ich habe Gott lieb gewonnen und habe mich zu Jesus Christus bekehrt. Der Herr hat mir einen wunderbaren Mann geschenkt, der Gott liebt, genauso wie ich. Wie glücklich bin ich in unserer Ehe! Ich war wie ein armes „Aschenputtel“, doch Gott hat mich zu seinem Kind gemacht – zu einer Prinzessin!

Nochmals möchte ich Ihnen, meinen Freunden in der Ferne, für Ihre Hilfe danken, die dazu geführt hat, dass ich den Weg der Nachfolge Jesu für mein Leben wählen konnte. Im Himmel werden wir uns auf jeden Fall begegnen, und dann werden wir einander erkennen!
Tatjana, Ukraine

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