Weil Gottes Wort Leben verändert, wollen wir Menschen helfen, durch ein systematisches, selbständiges Bibelstudium zu Gott zu finden und sich für einen Dienst in der Gemeinde zurüsten zu lassen. Dank Ihrer Studenten-Patenschaften geben Sie heute 2,500 Studenten die Chance, Bibelkurse zu belegen. Weitere 1,500 Studenten absolvieren Bibelkurse online. Danke, dass Sie auch Häftlingen in sibirischen Gefängnissen ein Bibelstudium ermöglichen! Für viele, die zum Glauben an Jesus Christus gekommen sind, ist dies die einzige Möglichkeit für christliche Gemeinschaft und geistliches Wachstum

Häftling Alexander W. berichtet:

MIT SIEBZEHN JAHREN wurde ich wegen schwerer, lebensgefährlicher Körperverletzung verurteilt und kam in eine Haftanstalt für minderjährige Kriminelle. Später, als ich das 18. Lebensjahr vollendet hatte, wurde ich in die Strafanstalt für Erwachsene verlegt. Dort erwarb ich den Schulabschluss der 11. Klasse. Durch eine Amnästie kam ich 1987 frei.

Doch dass das Gefängnis mich verändert hätte, nein, davon konnte keine Rede sein. Meine Verbitterung gegen das Leben und andere Menschen war noch größer geworden. Wozu das alles führen würde, konnte ich damals nicht wissen, und ich verschwendete keinen Gedanken daran.

Nach der Freilassung fuhr ich in die Stadt Kurgan zu meiner Tante. Ich dachte, wenn ich fern meiner Heimatstadt und meiner Freunde leben würde, könnte ich mein Leben in Ordnung bringen….

Nach nicht einmal dreimonatiger Arbeitszeit verließ ich die Stadt Kurgan mit einem Wanderzirkus (Chapito). Im Zirkus lief zunächst alles gut. Das freundliche Kollektiv nahm mich sofort mit Freuden auf. Dennoch kam es mir vor, als sei ich ein Fremder und ein aus der Gesellschaft Ausgestoßener.

Getrieben von diesen Gefühlen verübte ich ein schweres Verbrechen: ich tötete einen Menschen, der mir nichts Böses getan hatte, mehr noch, ich hatte ihn nicht einmal gekannt, bevor wir uns begegneten. Er lebte und arbeitete einfach in der Stadt, in die ich mit dem Zirkus gekommen war. Warum ich das getan habe? Es fällt mir schwer, darauf eine Antwort zu geben.

15 Jahre sind seitdem vergangen, doch noch immer denke ich an diese Tat. Während der Gerichtsverhandlung beantragte der Staatsanwalt die Höchststrafe, doch das Gericht erwies sich wieder einmal als überaus gütig und bewahrte mein Leben, indem es mich zu 15 Jahren Strafvollzug unter verschärften Haftbedingungen verurteilte. Leider konnte auch dieses Urteil mich nicht aufhalten, und so verübte ich – schon während meiner Haft – eine weitere Straftat, indem ich Urkunden fälschte. Das war das dritte und letzte Verbrechen, denn dann erfuhr ich von Jesus Christus.

In unserer Haftanstalt versammelten sich Gläubige, Baptisten, zu Gemeinschaft und Gebet. Von ihnen hörte ich die Frohe Botschaft. Leider schaffte ich es nicht mehr, mich taufen zu lassen, denn der Leiter der Haftanstalt hatte den den Gläubigen ein Versammlungsverbot erteilt und den Raum für die Versammlungen geschlossen…

Doch mein Glaube an Jesus Christus ist unverändert und noch immer der Glaube, den Er mir geschenkt hat. Was mich bewegt hat, Kurse der Fern-Bibelschule zu belegen? Es waren mein Streben und mein großer Wunsch, Gottes Wesen zu erkennen.

Möchten Sie Studenten in sibirischen Haftanstalten unterstützen?
Projekt-Nr. 202201
Kontakt: Katharina Hagelgans
k.hagelgans@biblemissions@org
Tel.: 060288070-15

Spelling error report

The following text will be sent to our editors: