Weil Sie Kinder in sozial schwachen Familien und Heimen unterstützen, können Kinder, Eltern und Betreuer das Evangelium hören. Deshalb macht Ihre Hilfe einen Unterschied! Danke, dass sie heute tausende Kinder über das Patenschaftsprojekt versorgen! Für viele Kinder ist Ihre Hilfe weichenstellend für ein Leben mit Gott. Ajgerim aus Kasachstan erzählt, wie Gott Sie, liebe Missionsfreunde, gebraucht hat, um ihre Familie zu verändern:

In unserem kleinen kasachischen Dorf gab es eine Gemeinde von Gläubigen, die hauptsächlich von Deutschstämmigen besucht wurde. Jeden Sonntag lief mein Bruder zur Sonntagsschule, und einmal brachte er sogar eine Kinderbibel mit nach Hause. Ich war 5 Jahre alt und erlernte mit Hilfe dieser Bibel das Lesen. Oh, wie sehr ich sie mochte. Sie war bunt, und mein Opa hörte so gern zu, wenn ich ihm daraus vorlas. Er hieß Daut (Kasachisch für: David). Wieder und wieder bat er mich darum, ihm alles über den König David vorzulesen. Doch eines Tages verbot er meinem Bruder die Besuche der Sonntagsschule, und meine Kinderbibel nahm er an sich mit der Begründung, wir könnten zu Verrätern unseres Glaubens werden.

Das kasachische Mädchen Ajgerim gestern und heute. Das KIPA- Projekt hat im Leben ihrer ganzen Familie einen Unterschied bewirkt.

1998 kam meine Tante zu Besuch, doch sie war so verändert, wir konnten sie gar nicht wiedererkennen. Sie erzählte uns von Jesus, der ihr Leben verändert hatte. Damit hatte sie die ganze Familie gegen sich. Alle hielten sie für eine, die sich gegen den Glauben und die Familie auflehnte, besonders gegen den Vater, der ein allseits geehrter Aksakal (Dorfvorsteher) war und sich diesen ehrbaren Namen durch eine harte, ehrliche Lebensleistung erarbeitet hatte.

Schwierige Zeiten brachen an. Mit dem Zerfall der Sowjetunion ging der Verlust der festen Arbeitsplätze und Gehälter einher. Damals war es die Tante, die Christin geworden war, die meiner Mutter vorschlug, über ein Projekt der Bibel-Mission Hilfe zu erhalten. Weil die Zeiten so schlimm waren, konnte meine Mutter diese Hilfe nicht ausschlagen, und entgegen all ihrer „Prinzipien und Überzeugungen“ stimmte sie zu. Für unsere Familie war das eine echte Unterstützung. Sie gab den Ausschlag dafür, dass mein Großvater und meine Mutter über den wahren Glauben ins Nachdenken gerieten. Da gab es Menschen, die so weit entfernt lebten, und die doch Mitleid hatten und für uns beteten, obwohl sie uns gar nicht kannten und uns niemals gesehen hatten…

Wie oft besuchte uns meine Tante, während sie unermüdlich Zeugnis gab und für uns betete. Einmal fragte sie mich, ob ich nicht beten wolle. Nach dem Gebet fühlte ich mich so leicht und so zufrieden, meine Freude kannte keine Grenzen. Ich fasste den Entschluss, für meine Mutter zu beten, und zwei Monate später fand sie zu Gott. Nach weiteren zwei Jahren bekehrte sich mein Großvater, versöhnte sich mit Gott, denn er hatte verstanden, dass allein Jesus die Quelle für ein gesegnetes Leben ist. Nun lasen wir wieder gemeinsam Geschichten aus dem Buch „Kieli-Kitap“, dem Wort Gottes.

Unsere Verwandten begegneten uns mit Unverständnis und bereiteten uns viele Schwierigkeiten. Die Söhne erhoben ihre Hände gegen den Vater, erniedrigten ihre Schwestern und setzten sogar das Haus des Vaters in Brand. Sie versuchten, uns zu zwingen, uns vom Glauben loszusagen, doch wir waren sicher in Gottes Hand. Heute, 10 Jahre später, sind vier von Großvaters neun Kindern Christen, und von 24 Enkeln preisen 10 Gott in der Gemeinde. Ich glaube daran, dass unsere ganze Familie zu Jesus findet! 
Mit 89 Jahren ließ Großvater sich taufen, bevor er im Alter von 90 Jahren zum Herrn ging.

Diese Wunder hat Gott in meiner Familie gewirkt, und all das wäre nicht geschehen, wenn nicht irgendjemand aus Deutschland sein Herz für ein kleines kasachisches Mädchen geöffnet hätte, das dringend Hilfe brauchte, vor allem aber der Gebete um Rettung bedurfte. So hat unser treuer Gott hat unsere ganze Familie erlöst.

Ajgerim

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