Waldemar Petlewski (im Bild rechts mit seiner Frau Renate)

Waldemar Petlewski wurde 1983 in Schtschutschinsk (Kasachstan) geboren. 1998 bekehrte er sich bei einer Evangelisationsveranstaltung mit Wilhelm Pahls und wurde im Jahr 2000 getauft. Dem Studium (BWL) folgte die Tätigkeit als Leiter des Rechnungswesens in einem Konzern. Im Januar 2019 begann Waldemar einen Dienst bei der Bibel-Mission und übernahm die Leitung des Finanzwesens der BM.
„Ich wollte schon immer etwas aktiv für Gott tun“, so Waldemar. „Leider hatte es mit einem Zivildienst in einer Missionsgesellschaft oder einem Dienst im Ausland bei einer Gemeinde oder Organisation nicht geklappt. Umso mehr freute ich mich, als ich von Albert eingeladen wurde, das Missionswerk Bibel-Mission mit den Gaben und Möglichkeiten, die Gott mir schenkt, zu unterstützen.“

Als Dirigent des Jugendchores sang ich gerne Lieder wie: „Hier bin ich – sende mich“, oder „Ein Leben – gegeben für den Herrn der Welt“. Oft stellte ich mir die Frage, wann es für mich an der Zeit wäre, mich aktiv in der Mission zu engagieren. Irgendwie kam es mir so vor, als ob der Zeitpunkt dafür noch nicht reif war. So heiratete ich, und nach einigen Jahren begannen wir mit dem Bau unseres Hauses. Dem BWL-Studium folgte eine relativ steile Karriere, bis ich als Leiter des Rechnungswesens in einem Konzern mit 3.900 Mitarbeitern tätig war. Der finanzielle Grundstock für unsere mittlerweile fünfköpfige Familie war auch vorhanden, und dann kam der Moment, in dem Gott zu mir sprach und mein Herz für die Mission weckte.

Im Frühjahr 2016 waren wir zur Einsegnung von Albert Froese als Missionsleiter und zum „Tag der offenen Tür“ der Bibel- Mission eingeladen worden. Spontan entschieden wir uns, nach Niedernberg zu fahren. Albert war mein früherer Jugendleiter und Missionar unserer Gemeinde in Kasachstan gewesen. Ich hatte ihn schon länger nicht gesehen. Nach dem Gottesdienst ergab sich die Gelegenheit, einen Einblick in die Räumlichkeiten und Aktivitäten der Bibel-Mission zu erhalten. Gerhard Friesen – Leiter der Öffentlichkeitsarbeit – führte uns durch das Missionsgebäude, erklärte die Tätigkeiten und Aufgaben der einzelnen Arbeitsbereiche. Später kam Albert dazu, und wir führten ein gutes, aufschlussreiches Gespräch. All diese Eindrücke erweckten in mir das Gefühl: hier zu arbeiten und dann auch noch für Gott, das wäre Klasse!

Ich glaube den Worten Jesu, der uns zusagt: wenn wir bereit sind, unsere Komfortzone zu verlassen und uns Gottes Auftrag stellen, dann segnet der Herr und verspricht, uns zu versorgen.

Ich begann, dafür zu beten. Nach etwa anderthalb Jahren kontaktierte mich Albert und bat mich, für einen Abend in die BM zu kommen, er habe ein paar Fragen zum Arbeitsbereich Buchhaltung und Finanzen. Nach einem guten Gespräch fragte mich Albert, ob ich mir nicht vorstellen könnte, in die Arbeit der BM einzusteigen. Da ich in finanzi- eller Hinsicht jemand bin, der auf Sicherheit setzt, antwortete ich: „Grundsätzlich schon, aber erst in etwa zweieinhalb Jahren, wenn ich meine Schulden für das Haus beglichen habe“. Im Laufe des folgenden Jahres ergaben sich noch weitere Gespräche mit Albert, und mir wurde zunehmend klar, dass Gott mich hier gebrauchen wollte. Jedes Mal, wenn ich durch die Flure der BM lief und die Bilder der Missionare sah, erfüllte mich Gott mit dem Gedanken: „Hier ist dein Platz“. Im Gebet übergab ich Gott mein Sicherheitsdenken hinsichtlich unserer finanziellen Situa- tion bei Aufgabe meiner gut bezahlten Tätigkeit im Konzern. Er würde für alles sorgen, davon war und bin ich überzeugt. Nach monatelangem Gebet hatten wir als Familie die Gewissheit da- rüber, dass wir den richtigen Weg gingen. Ich kündigte mein Arbeitsverhältnis bei dem Konzern und sagte Ja zu Gott.

Waldemar Petlewski
Leiter Finanzwesen

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