Er bringt immer eine gute Nachricht

 

Ein Bericht von Dietrich Driedger

Ich erinnere mich an ein russisches Gedicht, das wir als Kinder auswendig lernten. Es handelte von dem sogenannten „Leningradskij Potschtaljon“, dem Postboten aus Leningrad, der fleißig die Post verteilte. Der Dienst unseres Missionars Ewgenij Antonow aus Sibirien erinnert mich ein wenig an den des Postboten. Er ist ständig unterwegs. Doch ist die „Post“, die er austrägt, eine Botschaft mit Ewigkeitswert.

Ewgenij mit seiner Frau Olga und Tochter Anna.

Seit zwölf Jahren dient Ewgenij als Missionar in Sibirien. Zu einem Boten des Evangeliums hat Gott ihn geformt, nachdem Er ihn aus dem tiefen Abgrund von Drogenabhängigkeit und Kriminalität rettete.

Im Missionsbüro der BM Omsk dient Ewgenij heute im Bereich Öffentlichkeitsarbeit; er ist für das Projekt Kinderpatenschaften und Bauprojekte (Gebetshäuser, Hoffnungszentren) verantwortlich.

Ewgenij wird 1971 in Omsk geboren. Mit 13 Jahren „probiert“ er den Konsum alkoholischer Getränke, mit 17 nimmt er Drogen, die ihn neun Jahre lang beherrschen. Als er vom Militärdienst in der ehemaligen DDR zurückkehrt, sind fast alle seiner Freunde drogenabhängig, einige sind bereits verstorben. Ewgenij schließt sich einer kriminellen Bande an. 1996 kommt ein Bekannter zu Besuch – ein langjähriger Drogenabhängiger, der mehrere Haftstrafen verbüßt hat. Doch jetzt spricht er über Gott! Ewgenijs Interesse ist geweckt, er besorgt sich eine Bibel und geht in die Gemeinde. 1997 bekehrt er sich und beginnt ein neues Leben mit Gott. Seit 1994 ist Ewgenij mit Olga verheiratet, sie haben zwei Töchter (Katja und Anna).

Im Bereich Kinderpatenschaften betreut Ewgenij über 200 Kinder des Kinderheims „Kirowskij“ bei Omsk. Ständig ist er unterwegs, um etwas für die Kinder zu besorgen, damit er ihnen bei seinen Besuchen im Heim Kleidung und andere Hilfsgüter mitbringen kann. Die Kinder, die alle an schweren geistigen und körperlichen Behinderungen leiden, freuen sich riesig, wenn Ewgenij kommt. Guten Kontakt hat er auch zu den 150 Mitarbeitern aufgebaut, die rund um die Uhr mit der Pflege der Kinder beschäftigt sind. Ewgenij übersieht sie nicht, weiß um die Schwere und Belastung ihrer Arbeit, kennt die Nötige von vielen, und redet mit ihnen über Gott. Er ist jemand, der persönlich evangelisiert. Jedes Gespräch nutzt er, um den Menschen von Gottes Liebe zu erzählen. 

Eine Bibel für den Chefarzt

Wichtig ist Ewgenij auch der Kontakt zum Chefarzt des Kinderheimes. Als sie neulich miteinander telefonierten, bemerkte Ewgenij den sorgenvollen Ton in der Stimme des Arztes. Er erzählte, er werde demnächst die Arbeitsstelle wechseln und könne sich nicht mehr um die Kinder kümmern. Auch bat er Ewgenij, die Kinder durch seine regelmäßigen Besuche auf jeden Fall weiter zu betreuen. Ewgenij wollte die Chance nutzen, den Chefarzt noch einmal persönlich zu treffen. Gleich nach dem Telefonat nahm er eine Bibel und fuhr zum Kinderheim. Der Chefarzt hatte gerade keine Zeit, doch Ewgenij bestand darauf, ihn ohne ein persönliches Geschenk nicht gehen zu lassen. Er bat um wenige Minuten, überreichte dem Arzt die Bibel und erklärte ihm in wenigen Sätzen das Evangelium. Sichtlich bewegt bedankte sich der Chefarzt.

Bei einem anderen Besuch im Kinderheim sprach Ewgenij mit Timur, einem Sozialarbeiter, über den Glauben an Gott. Timur ist Muslime und sucht nach der Wahrheit. „Ich beobachte euch Christen“, sagte er zu Ewgenij, „und ich staune darüber, wie ihr euch um die Kinder kümmert. Nicht einfach so, als lästige Pflicht, sondern von Herzen.“ Auch ihm schenkte Ewgenij eine Bibel, und Timur versprach, sie zu lesen.

„Ich beobachte euch Christen, und ich staune darüber, wie ihr euch um die Kinder kümmert. Nicht einfach so, als lästige Pflicht, sondern von Herzen.“

Zeugnis vom Glauben an den lebendigen Gott

Vor kurzem hatte Ewgenij etwas auf der Bank zu erledigen und kam mit der Angestellten am Schalter ins Gespräch. Sie füllte einen Fragebogen aus und stellte Ewgenij Fragen. Plötzlich wollte sie wissen, welche Bücher er lese. Bücher über Religion, antwortete Ewgenij. Erstaunt erzählte die junge Frau, sie interessiere sich für Esoterik glaube nicht, dass es einen lebendigen Gott gäbe. Ewgenij erzählte ihr von seiner kriminellen Vergangenheit und davon, wie Gott ihn davon befreit hatte. Auch ihr schenkte Ewgenij eine Bibel und gab ihr seine Telefonnummer, falls sie noch weitere Fragen über den Glauben hätte, den Glauben an den lebendigen Gott!

Auf einigen seiner Besuche und Dienste durfte ich Ewgenij begleiten. Ich lernte ihn als jemanden kennen, der sich nicht aus der Ruhe bringen lässt. Jemanden, der die Menschen in ihrer jeweiligen Situation versteht. Der nicht verurteilt, sondern hilft. Beständig und zuverlässig ist er zu den Menschen unterwegs - wie ein Postbote – doch mit der wichtigsten Botschaft überhaupt: dem Evangelium. Einer Botschaft, die immer eine gute Nachricht ist! Ist das nicht gewaltig?

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