Bulgarieneinsatz

Bulgarieneinsatz

Stell dir vor du wirst in einem herunter gekommenen Dorf von einem fremden kleinen Mädchen umarmt. Einfach so. Plötzlich. Unerwartet. 

Wie reagierst du?

Begegnungen

Sie lief direkt auf mich zu. Ohne dass ich auch nur irgendwie reagieren konnte, drückte sie sich an mich und umarmte mich. Ob wir uns kennen? Nein gar nicht. Wir waren gerade wieder zurück zu unseren Autos, um das Dorf zu verlassen. 

Ein Dorf von Sinti und Roma. Dreckig, schmutzig, voller Müll und Armut. Mittendrin Kinder mit ihren Eltern. Bevor wir ein kleines Bethaus betraten, das eigentlich nur eine Hütte war, fielen mir ein paar Kinder auf, die sich bei großen Müllcontainern aufhielten. Wühlend im Müll, auf der Suche nach etwas Essbarem. Ich sah wie eines der Kinder ein verschimmeltes Stück Brot herausholte.

Aber dieses kleine Mädchen, mit den schwarzen Haaren hatte ich nicht bemerkt. Ich versuche ihre Umarmung zu erwidern. Ich versuche zu begreifen, was hier gerade passiert. 

Auf Knien flehen

Ein dreckiges, grünes Stück Styropor wird uns in die Hand gedrückt. Was das soll? Es sorgt zumindest für Verwirrung, ratlose Gesichter und Gelächter.

Uns wird erklärt, dass dieses Stück „Müll“ ein wichtiger Gegenstand für die Gemeinde sei.

Ein Werkzeug für das Gebet. 

Auf diesem Styroporstück stehen die Mitglieder der Gemeinde in Sofia bei jeder Möglichkeit betend auf den Knien, um Gott um Kraft, Hilfe und Mut zu bitten.

„Wir sind nur eine kleine Kraft. Uns ist bewusst, dass wir ohne Gottes Hilfe, Fürsorge und Wunder nicht in der Lage sind Großes zu bewirken. Wir als Gemeinde legen Stein und Stein erst dann, wenn wir es bei unserem himmlischen Vater erbeten haben.“ – spricht der Pastor der Gemeinde und lädt uns ein zusammen zu beten.

Heimkind

„Bist du auch in einem Heim groß geworden?“ – wird Mario von einem kleinen Jungen im Internat gefragt. Was antwortet man diesem Jungen? Wie erklärt man, dass es Hoffnung für ihn gibt und er nicht alleine ist? 

Ist nicht jeder von uns auf der Suche nach Liebe, Geborgenheit und Fürsorge? Dinge, die diese Waisenkinder nicht kriegen. Es bricht uns das Herz, zu sehen und zu wissen, dass sie ohne Eltern groß werden.

„Wir sind nur eine kleine Kraft. Uns ist bewusst, dass wir ohne Gottes Hilfe, Fürsorge und Wunder nicht in der Lage sind Großes zu bewirken. Wir als Gemeinde legen Stein und Stein erst dann, wenn wir es bei unserem himmlischen Vater erbeten haben.“

Was die drei Situationen zu bedeuten haben?

Sie zeigen ein paar unserer Erlebnisse und Eindrücke aus Bulgarien. 

Ich möchte dir gerne noch viel mehr erzählen, was wir erlebt haben, was wir mit unseren eigenen Augen gesehen haben. Aber all die Eindrücke lassen sich gar nicht in Worte fassen. Und dennoch will ich euch zumindest berichten, was uns am meisten bewegt hat.

Denn für uns, eine bunt zusammengewürfelte Gruppe aus Deutschland ging es nach Bulgarien zu einem Baueinsatz, um der Gemeinde in Sofia bei ihrem Bau des Gemeindehauses zu unterstützen. Es wurden fleißig Fliesen gelegt, die Decken der Veranstaltungsräume geschliffen und gestrichen, Rigipsplatten und jede Menge Glaswolle verlegt. Aber womit keiner gerechnet hatte war, dass wir die Möglichkeit bekommen würden, Bulgarien von einer anderen Seite kennen zu lernen.

Und was wir da zu sehen bekamen, schockierte uns. 

Bulgarien, ein Land in der EU und dennoch so viel Armut. 

Menschen, Familien und so viele Kinder, die in verdreckten, heruntergekommenen „Hütten“ leben. In Armut und Perspektivlosigkeit. Ohne Arbeit, ohne Hoffnung, ohne Hilfe, ohne einen Sinn im Leben.

Realität, in der Nähe von den sonnigen Stränden, die wir nicht wahrhaben wollen und am liebsten verdrängen.

In diesen Dörfern sollen Gemeinden entstehen? – unvorstellbar. 

Aber die Gemeinde aus Sofia, möchte einen Unterschied machen. Ihre Herzen schlagen für den Dienst mit Hilfsbedürftigen. Durch Gottes Hilfe und im Vertrauen, dass er Ihnen die Kraft und Möglichkeiten schenken wird, wollen Sie Hoffnungszentren bauen. Orte an denen, Erwachsene und Kinder Fürsorge und Hilfe bekommen. Saubere Kleidung, warme Mahlzeiten und schulische Bildung. Ein Ort an dem Ihnen gezeigt wird, dass es für jeden einzelnen Menschen Hoffnung gibt und dass sie von Gott geliebt werden.

Wir sind fassungslos und zugleich ergriffen.

Es bringt uns zum Nachdenken, wie diese Gemeinde sich hingibt und auf unseren großen Gott vertraut. Vertrauen wir Gott genauso?

Wir durften die Gemeinde, als eine auf den Knien betende Gemeinde kennen lernen, die ihre Hilfe von Gott bekommt. Es ermutigt uns nochmal mehr Gott zu vertrauen, er ist schließlich derjenige der unmögliches möglich macht (das durften wir in dieser Woche immer wieder feststellen). 

Er, derjenige der uns Kraft, Motivation und die Liebe zu unseren Mitmenschen schenkt.

„Ich schaue hinauf zu den Bergen- woher kann ich Hilfe erwarten? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat! Der Herr wird nicht zulassen, dass du fällst; er, dein Beschützer. Psalm 121,1-2

Wir durften viel lernen, auch dass wir als eine kleine Kraft, Licht für andere Menschen sein können.

ER lässt uns nicht allein. ER zeigt uns immer wieder: ER ist da. Es lohnt sich ihm zu vertrauen!

Wir sind Gott so unendlich dankbar für diese Woche, für all die neuen Erkenntnisse und Eindrücke die wir mitnehmen durften. Zusammen durften wir lachen, dienen und beten.

Und dafür gebührt ihm allein die Ehre.

Habe Mut, vertraue und lasse dich von Gott gebrauchen!

Mach auch du einen Unterschied!

Willst du auch an einem Einsatz teilnehmen? 

Dann melde dich bei einem der beiden letzten freien Einsätze für den Sommer an! 

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