Zeugnis einer Studentin der Fern-Bibelschule

In der Kinderfreizeit wurde mir ein Mädchen zugeteilt, während der ganzen Woche war sie nicht von meiner Seite gewichen, so stark war ihr Bedürfnis nach Liebe und Zuwendung gewesen.

Als kleines Kind war es mir genauso gegangen. Ich war noch nicht einmal ein Jahr alt gewesen, da hatte man mich meinen Großeltern überlassen. Sie hatten mich großgezogen, bis ich 6 Jahre alt geworden war, und mich dann meinen Eltern zurückgegeben. Obwohl ich dann wieder bei meinen leiblichen Eltern gelebt hatte, hatte ich mich fremd gefühlt. Inzwischen waren auch andere Geschwisterkinder hinzugekommen, und es war mir so vorgekommen, als hätte man ihnen mehr Zeit gewidmet, als mir. Meine Eltern hatten das nicht verstanden, überhaupt hatte niemand es verstehen können. So hatte ich in meiner eigenen Welt gelebt, und immer hatte ich jemanden gebraucht, der mich liebte, mich verstand und mir zuhörte. 

Dabei hatte ich nicht nach Gott gesucht, sondern nach einem Menschen, für den ich wertvoll war. Getragen von diesen Träumen hatte ich gelebt, und oft mit mir selbst gesprochen.

Dann kam eine Zeit, in der meine Tante zu Besuch kam und meinen Eltern von Jesus erzählte. Ich lauschte ihren Worten, und obwohl ich sicher vieles nicht verstand, liebte ich es, ihr zuzuhören. Etwas später bekam ich ein Kinderbuch mit Illustrationen, die Jesus zeigten. Es war mein erstes Buch, und ich fing an an Gott zu glauben. Doch hatte mir niemand gesagt, dass man sich bekehren sollte und ein neues Leben beginnen müsse. Erst, als ich mit 15 Jahren in den Ferien zu meiner Tante fuhr, die sich zu jener Zeit gerade taufen ließ, konnte auch ich mich bekehren.

Ich wusste nicht einmal, dass man ein heiliges Leben führen sollte, die Bibel lesen und beten musste.

Da es in unserem Gebiet keine Gläubigen gab, besuchte ich weder eine Gemeinde, noch eine Sonntagsschule. Ich wusste nicht einmal, dass man ein heiliges Leben führen, die Bibel lesen und beten musste. Deshalb kam es auch kaum zu Veränderungen in meinem Leben. Ich hatte lediglich das gewonnen, wonach ich mich so sehr gesehnt hatte – Gottes Liebe, und ich hatte verstanden, dass ich bei Ihm gebraucht wurde, und dass Er immer bereit war, mir zuzuhören.

Weil Gottes Wort verändert

Gulnaz

Nach Abschluss der Schule zog ich für ein Studium in die Stadt, wo ich schließlich auch eine Gemeinde fand. Nach einem guten Examen zum Semester Abschluss erhielt ich ein Stipendium. 
Doch bald darauf interessierte ich mich für alle möglichen Vergnügungen der Jugendlichen und vergaß Gott. Nur noch gelegentlich ging ich in die Gemeinde. Ich schloss neue Bekanntschaften und hatte meinen neuen Freundeskreis. Dennoch betete ich stets diese Worte: „Herr, ich habe dich verlassen, doch verlass du mich bitte nicht!“
Irgendwann geriet ich in eine christliche Jugendfreizeit. Dort gab es einen Prediger, der über die Endzeit sprach. Ich bekam es mit der Angst zu tun und wannte mich erneut zu Gott . Von diesem Moment an veränderte sich mein Leben. Ich ging nun regelmäßig zu den Gottesdiensten und begann, unter Kindern zu dienen. Später setzte ich mein Studium fort und lebte deshalb in Osch, doch dieses Mal stand mein Aufenthalt in der Stadt unter Gottes Leitung. Dort konnte ich geistlich wachsen, und Gott hat mich gerade in dieser Zeit vieles gelehrt.

„Herr, ich habe dich verlassen, doch verlass du mich bitte nicht!“

Meine Eltern waren zunehmend gegen meine regelmäßigen Besuche der Gottesdienste. Obwohl sie viel von Gott gehört und sogar die Bibel gelesen hatten, obwohl sie wussten, dass Gottes Wort die Wahrheit war, fürchteten sie die anderen Menschen. Im Frühjahr zogen sie nach Bishkek, um in unserer Nähe zu sein. Damals, als ich mich bekehrt hatte, hatte Gott mir die Zusage gegeben, dass Er sie erretten würde. Ich glaube daran, dass Gott durch mein Vorbild und meine Gebete in ihren Herzen wirken wird. Schon jetzt leisten sie weniger Widerstand, hören zu und halten den Glauben sogar für richtig, doch von all den anderen in ihrem Bekanntenkreis wollen sie sich nicht unterscheiden.
Ich studierte am Bibelinstitut an der Fakultät für den Dienst unter Kindern und Frauen. Ich hatte mir tiefere Kenntnisse über den Dienst unter Kindern aneignen wollen. Doch während meines Studiums war mir klar geworden, dass Gott einen ganz anderen Plan für mich hatte. Er wollte zunächst an mir selbst arbeiten. Vieles in meinem Leben hat sich geändert: Ansichten, Ziele und Interessen. Gott und Sein Wort konnte ich mehr als zuvor liebgewinnen. Diesen Reichtum konnte ich mir am Bibelinstitut aneignen.

Es sind die schönsten Tage, denn wir dürfen erleben wie Kinder sich bekehren…

Nach Abschluss dieses Studiums fuhr ich nach Osch, um dort zu dienen. Ich half in einer Kinderfreizeit mit, die wir jedes Jahr organisieren. Es sind die schönsten Tage, denn wir dürfen erleben, wie Kinder sich bekehren und erzählen, dass sich ihr Leben verändert hat. Einmal geschah es auch, dass sich kein Kind aus meiner Gruppe bekehrte. Alle hatten aufmerksam zugehört, aber es schien keine Reaktion einzutreten. Ich fragte Gott: „Warum? Vielleicht mache ich etwas falsch?“ Gott antwortete mir: „Was ich in den Herzen der Kinder bewirke, kannst Du nicht sehen. Bete nur!“ Ich freute mich über Gottes Handeln, auch wenn es meinen Augen verborgen war.

Vielen Dank für die Unterstützung

Gott hat mir die Möglichkeit geschenkt, als Lehrkraft an der Fern-Bibelschule zu dienen und dadurch deren Studienkurse kennenzulernen. Mit Freude habe ich die Prüfungsarbeiten der Studenten korrigiert und gleichzeitig selbst studiert. Auch habe ich beobachten können, wie das Wort Gottes das Leben vieler meiner Glaubensgeschwister verändert.

Jetzt danke ich Gott für Seine Segnungen in meinem Leben. In meiner Familie haben sich meine Schwester und mein Bruder bekehrt, und Gott verändert auch ihr Leben. Bei Gott ist nichts unmöglich! Ich möchte immer weiter im Glauben und in der Liebe zu Gott und Seinem Wort wachsen!
 

Das Projekt unterstützen

Untertitel
Die Spendenbescheinigungen werden gesammelt Anfang des Jahres versandt.

VISA, MasterCard, Яндекс.Деньги, QIWI, WebMoney
Sie möchten spenden {{sum}} € for the project
Gehe zurück
Debit-/Kreditkarten
PayPal
PayPal Logo

Spendenkonto Deutschland:

Bank: Raiffeisenbank Aschaffenburg eG

IBAN: ‎DE34795625140006925928

BIC / SWIFT: GENODEF1AB1

Spendenkonto Schweiz:

Bank: Post Finance

Kto.-Nr.: ‎60-687966-0

Empfänger: Bibel-Mission


Bitte das Dokument herunterladen, ausdrucken, ausfüllen und in jeder Bank bezahlen

Herunterladen
Danke fur Ihre Hilfe!

Helfen Sie uns, dieses Projekt zu teilen

Bitte wählen Sie Ihr bevorzugtes soziales Netzwerk

Tursun Zade Tadschikistan

Bau

Gebetshaus in Tursun-zade, Tadschikistan

Über das Projekt

Die meisten der 50.000 Einwohner von Tursun-Zade sind Muslime. Im Schatten der Minarette versammeln sich 7 Christen in einem Lehmgebäude und beten für ihre Stadt. Durch persönliche Gespräche und Kontakte wächst die Besucherzahl stetig. Bis zu 42 Menschen kommen heute zum Gottesdienst. Doch das baufällige Lehmgebäude ist eine Gefahr, besonders für die Kinder. In einem riesigen Glaubensschritt haben die Geschwister mit dem Bau eines Gemeindehauses begonnen. Wir wollen ihnen helfen, es fertigzustellen, damit sie Menschen einladen und mit ihnen über das Evangelium ins Gespräch kommen können, und damit sie durch den Dienst an den Kindern auch Erwachsene erreichen.

Tursun-Zade

Tadschikistan

Einwohner: 45.000

Gemeindemitglieder: 7

Besucher: 42

 

Eindrücke vom Bau

Aktueller Fortschritt des Baus hier in der Fotogalerie

Welche Arbeiten stehen an?

Wände

Dach

Fenster

Türen

Heizung

Innenputz

Fassade

Fliesen

Dach (Innenausbau)

Estrich

Elektrik

Ausstattung

AKTUELLE PUBLIKATIONEN

russland, flagge, flag

Weihnachtspäckchenaktion – Nowosibirsk 01.2020

Die Großstadt Nowosibirsk ist durch den Flugzeugbau, Maschinenbau und durch die Rüstungsindustrie eine der wichtigsten Industriestädte Sibiriens. Doch außerhalb der Großstädte leben in den ländlichen Gebieten viele Menschen in wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen. Alkohol und Drogen zerstören viele Familien, so dass …

Mehr lesen »

Elita, Sibirien

Baueinsatz

Gebetshaus Elita, Sibirien

Über das Projekt

In den Weiten Sibiriens, in der Region Krasnojarsk, liegt das Dorf Elita mit 6.000 Einwohnern. Eine kleine Gruppe von 16 Gläubigen dient in Elita, um ihre Mitmenschen mit dem Evangelium zu erreichen. Bereits etwa 30 Personen besuchen die Gottesdienste und Veranstaltungen der Gemeinde. Doch für ihre Versammlungen benötigen die Gläubigen ein Gemeindehaus. Auch für weitere Aktionen und evangelistische Veranstaltungen ist ein Gebäude eine wichtige Voraussetzung.

Elita

Krasnojarsk

Einwohner: 6.462

Gemeindemitglieder: 16 

Besucher: 30

 

Eindrücke vom Bau

Aktueller Fortschritt des Baus hier in der Fotogalerie

Welche Arbeiten stehen an?

Wände

Dach

Fenster

Türen

Heizung

Innenputz

Fassade

Fliesen

Dach (Innenausbau)

Estrich

Elektrik

Ausstattung

AKTUELLE PUBLIKATIONEN

bulgarien, flagge, flag

Weihnachtspäckchenaktion – Sofia 01.2020

Außerhalb der Großstädte leben in den ländlichen Gebieten Bulgariens noch immer viele Menschen in wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen. Noch heute trägt das Land die Folgen unterschiedlicher Herrschaftssysteme. So kamen während der 500jährigen osmanischen Herrschaft viele Türken nach Bulgarien, und mit ihnen …

Mehr lesen »
rumänien, flagge, flag

Weihnachtspäckchenaktion – Drobeta 12.2019

Trotz der Öffnung für die Europäische Union und der Entwicklung in den vergangenen Jahren ist Rumänien vielerorts noch immer von den Folgen des Kommunismus geprägt. Besonders in den ländlichen Gebieten herrscht große Armut, unter der auch die Kinder leiden. Gemeinsam …

Mehr lesen »